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Die Frau des Nobelpreisträgers
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Filmforum

Dellplatz 16, 47051 Duisburg, ☎ +49 203 2854746
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Beschreibung:Publikumswunsch: Die Frau des Nobelpreisträgers
Schweden, USA 2017, Laufzeit: 100 Min., FSK 6
Regie: Björn Runge; Darsteller: Glenn Close, Jonathan Pryce, Max Irons
>> www.fox.de/die-frau-des-nobelpreistraegers

Glenn Close hat den Golden Globe gewonnen. Kurios daran, sie gewann den Preis für einen Film überreicht, in dem ihr die rechte Ehre verwehrt bleibt. Und das ist nicht das einzige Kuriosum, das sich mit Björn Runges Drama DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS verbindet. Gerade erst hat das Komitee noch mit den Schatten seines Skandals zu kämpfen. Dabei ging es ebenfalls um den unangemessenen Umgang mit Frauen. Mit anderen Worten: An der fiktiven Geschichte nach einem Roman von Meg Wolitzer ist viel Wahres und (Un-)Schönes. Der renommierte Autor Joe Castleman (Jonathan Pryce) erhält 1992 den Literaturnobelpreis. Gemeinsam mit seiner Frau Joan (Glenn Close) reist der Amerikaner nach Stockholm. Sohn David (Max Irons) will selbst Autor werden und den Moment auf dem Thron der Schreibwelt nicht verpassen. Autor Nathaniel Bone (Christian Slater) will Castleman dagegen mit einer Biographie genau von diesem Thorn stoßen. Joe und Joan lehnen seinen Interviewwunsch ab, aus gutem Grund, wie der Blick zurück zeigt. Denn einst wollte Joan (jetzt von Glenn Closes Tochter Annie Starke gespielt) selbst Autorin werden. Doch in der Männerwelt der Verlage gab es keinen Platz für eine Frau. So wurde sie zu Joes Muse und zur Königsmacherin. In Wahrheit aber war sie noch viel mehr.

Der Schwede Runge blickt klarsichtig und ohne Schnörkel auf die schwierige Position einer Frau in der Literaturwelt und lässt den von Jonathan Pryce gespielt Mann nicht im besten Licht erscheinen. Der Film gehört aber vor allem Glenn Close. Sie spielt die Frau an seiner Seite (und hinter seinen Seiten), ohne große Worte zu machen. Ihr Mienenspiel spricht Bände: Von Wut, Frustration, scheinbarer Freude am Erfolg ihres Mannes vermag sie mit einem Blick zu erzählen.

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Info über filmforum Duisburg
1959 firmierte die Volkshochschule Duisburg noch unter dem Namen "forum". So lag es nahe, Veranstaltungen zu filmkulturellen Themen unter dem Titel „filmforum“ anzubieten. Die Initialzündung dazu waren die neuen Werke von Ingmar Bergman, die man sich nicht nur anschauen, sondern auch diskutieren wollte. Elf Jahre später, 1970, wählte der SPD-Politiker und spätere Oberbürgermeister Josef Krings eine ungewöhnliche Methode, seine Ratskollegen von der Notwendigkeit institutioneller Filmarbeit zu überzeugen. Krings griff während einer Kulturausschusssitzung zu einer Tageszeitung und las laut vor, was an diesem Tag in Duisburgs Kinos geboten werden sollte. Große Kunst kann es nicht gewesen sein. Denn am Ende des Vortrags stimmten die Ratsmitglieder der Gründung eines Kommunalen Kinos unter dem Dach der Volkshochschule zu. Zum Start am 27. September 1970 brachte „Wenn die Kraniche ziehen“ von Michael Kalatosow zum ersten Mal Licht in die dunkle Duisburger Kinolandschaft. Die Premiere feierte man noch im großen Saal der VHS, bevor man in das „Studio M“ der damaligen Mercatorhalle zog. 1980 fand man dann ein eigenes Heim am Dellplatz. In dem nach dem Krieg wieder aufgebauten Haus mit langer kultureller Geschichte befand sich seit den späten 1940er Jahren ein Kino. Das filmforum richtete sich dort ein, verwöhnte seine Gäste mit dem gemütlichen historischen Ambiente und forderte es mit Filmreihen, Vorträgen und zahlreichen Diskussionen dazu heraus, das Kino als Kunst zu entdecken.

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