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Filmforum

Dellplatz 16, 47051 Duisburg, ☎ +49 203 2854746
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Beschreibung:Deutscher Filmpreis 2019: GUNDERMANN
FSK 0, 127 min, Deutschland 2018
Regie: Andreas Dresen
Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl

Er war der singende Baggerfahrer aus der Lausitz. Gerhard „Gundi“ Gundermann (Alexander Scheer) buddelte in der DDR mit schwerem Gerät Braunkohle aus dem Boden. Musik machte er auch. Solo oder mit der Band „Feuerstein“. Dann, nach der Wende, buddelte er weiter. Längst konnte er von seiner Kunst leben, wollte es aber nicht. Dann haben sie 1997 den Bergbau dicht gemacht. Gundi lernte auf Tischler um. Seine Nach-der-Wende-Band hieß „Seilschaften“. Schräger Name, denn in den 1990er Jahren kam auch raus, dass der unangepasste Liedermacher als Spitzel für die Stasi gearbeitet hatte. Am Mittsommertag 1998 starb er an einem Schlaganfall. 43 Jahre ist der Vater von vier Kindern nur geworden. Und eine Legende ist er geblieben. Wer will sich ein Urteil über Gundi Gundermann erlauben? Die Jury des Deutschen Filmpreises. Und es fiel ausgesprochen positiv aus. Gleich sechs Auszeichnungen – darunter bester Spielfilm, beste Regie, bestes Drehbuch und bester Hauptdarsteller – hoben Andreas Dresens Bio-Pic GUNDERMANN auf besondere Weise heraus. Andreas Dresen (HALT AUF FREIER STECKE) mischt Fiktion und Wirklichkeit. Hauptdarsteller Alexander Scheer hat 18 Lieder von Gerhard Gundermann neu eingespielt und ging mit dem Programm auf Tour.

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Info über filmforum Duisburg
1959 firmierte die Volkshochschule Duisburg noch unter dem Namen "forum". So lag es nahe, Veranstaltungen zu filmkulturellen Themen unter dem Titel „filmforum“ anzubieten. Die Initialzündung dazu waren die neuen Werke von Ingmar Bergman, die man sich nicht nur anschauen, sondern auch diskutieren wollte. Elf Jahre später, 1970, wählte der SPD-Politiker und spätere Oberbürgermeister Josef Krings eine ungewöhnliche Methode, seine Ratskollegen von der Notwendigkeit institutioneller Filmarbeit zu überzeugen. Krings griff während einer Kulturausschusssitzung zu einer Tageszeitung und las laut vor, was an diesem Tag in Duisburgs Kinos geboten werden sollte. Große Kunst kann es nicht gewesen sein. Denn am Ende des Vortrags stimmten die Ratsmitglieder der Gründung eines Kommunalen Kinos unter dem Dach der Volkshochschule zu. Zum Start am 27. September 1970 brachte „Wenn die Kraniche ziehen“ von Michael Kalatosow zum ersten Mal Licht in die dunkle Duisburger Kinolandschaft. Die Premiere feierte man noch im großen Saal der VHS, bevor man in das „Studio M“ der damaligen Mercatorhalle zog. 1980 fand man dann ein eigenes Heim am Dellplatz. In dem nach dem Krieg wieder aufgebauten Haus mit langer kultureller Geschichte befand sich seit den späten 1940er Jahren ein Kino. Das filmforum richtete sich dort ein, verwöhnte seine Gäste mit dem gemütlichen historischen Ambiente und forderte es mit Filmreihen, Vorträgen und zahlreichen Diskussionen dazu heraus, das Kino als Kunst zu entdecken.

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